Steinhüshorn 3'121m

 

Das Steinhüshorn besuchte ich 2008 und fand die Tour sehr interessant. Besonders der NE-Grat ist zerklüftet, wild und alpin. Hier braucht es Geduld und Ausdauer. Die Herausforderung ist die Länge der Tour.

 

So habe ich dieses Jahr die Tour als SAC-Tour ausgeschrieben. Wir starteten bei der Trifttalstation. Die Wartezeit beträgt locker 1,5 Stunden für das Bähnli. In dieser Zeit wanderten wir gemütlich zur Bergstation hoch. Von da an ist es alles andere als einsam.  Fast im fünfminuten Takt kommen "Grüezis" entgegen. Wo sind die Berner....?

Die Trifthängebrücke ist sicher eine Attraktion. So beinhaltete der Hüttenaufstieg zur Windegghütte ein Zückerli das alle gern annahmen.

Die Windegghütte wir von Monika kompetent und freundlich bewartet. Wir legten uns zeitig auf's Ohr. Aber oh weh...... hier übernachten vor allem Leute die auf ihr Promille auch in den Bergen nicht verzichten können. So kamen wir in den Genuss von lautstarken Witzerzählungen um 23°°h. Manche Hütten sind für meinen Geschmack zu leicht erreichbar und haben die entsprechenden Gäste.

 

Um fünf Uhr marschierten wir in die klare Nacht hinaus. Manchmal musste ich die Markierungen und Wegspuren suchen. Volle Konzentration, schliesslich hatte ich ein Grüppchen Leute hinter mir die mir vertrauten. Am Furtwangsattel machten wir kurze Pause. Der Grat imponierte allen. Irgendwann hatten wir es geschafft. Die Sicht war reichlich weit und klar.

Im Abstieg gilt es die einfachsten Lücken zu finden. Die spärlichen Wegspuren leiten aber meist in die richtige Richtung. Zurück im Furtwangsattel löste sich in mir die Spannung. Wir hatten alles gut gemeistert. Meinen Leuten grauste der Abstieg bis nach Guttannen. Da konnte ich einen Joker aus dem Ärmel ziehen. In der Hälfte erwartete uns ein Alpentaxi und ersparte uns weitere Kniebeschwerden.

 

In Guttannen durften wir bei einem gemütlichen Bier diese zweitägige Bergtour abschliessen. Eine Stunde später durchpflügte der Zug am Brienzersee ein heftiges Gewitter. Ende gut, alles gut!