Gspaltenhorn 3'436m

 

Nach der Besteigung des Lauterbrunnen Breithorns mit saebu sind wir am Montagmorgen gemütlich von der Mutthornhütte auf dem Gletscher Richtung Gamchilücke gewandert. Diese Lücke führt uns zur Gspaltenhornhütte.

 

Der Gletscher vor der Gamchilücke ist aper und hat ein paar grosse Spalten. Wir seilten uns an und fanden einen Durchschlupf, allerdings in steilem Eis. Nach dieser Lösung kamen wir zu den Ketten an denen wir uns zur Lücke hinauf halfen. Die Lücke ist für meine Begriffe nicht einfach. Es ist steil bis fast senkrecht an ein paar Stellen. Wir stiegen seilfrei auf und sicherten uns an den Ketten. Allerdings ist ein Fehltritt nicht erlaubt. Endlich erreichten wir die Lücke und waren froh, den ersten Teil geschafft zu haben.

Die Lücke verschaffte uns nach drei Tagen wieder Handy Empfang und wir nützten die Gelegenheit, unsere Liebsten anzurufen... :-D

Saebu's Schatz stand zur selben Zeit auf der Bütlasse und mit den Ferngläsern konnten sie sich zuwinken. Ein schöner Moment sich so zu begegnen.

 

Der Abstieg zum Gamchigletscher hinunter ist auch nicht ohne. Steil und rutschig. Es hat Stangen zur Sicherung. Eine ca. 10m hohe Steilstufe überwanden wir indem wir uns abseilten. Man landet direkt am grossen Schrund. An dieser Stelle war er zum Glück durch einen Schneerutsch etwas zugeschüttet und erlaubte uns den Zutritt zum Gletscher. Dieser bot uns dann auch viele Ausweichmanöver. Wegen der grossen, offenen Spalten wanderten wir hin und her und suchten jeweils einen Übergang zur nächsten Brücke. Das machte unsere Unternehmung spannend. Sozusagen ein kleines Strategiemanöver wo kombiniert werden muss um durch das Labyrinth zu kommen.

So erreichten wir endlich den Einstieg auf eine Moräne. Hier fanden wir den Weg der zur Gspaltenhornhütte führt.

 

Nach einer windigen Nacht in der Hütte starteten wir zu viert und einer weiteren Zweierseilschaft im Dunkeln Richtung Bütlasse Sattel. Steil und rutschig geht es hinauf. Auf dem Sattel betrachten wir die Morgendämmerung. Nun geht es weiter und bald erreichen wir die ersten Felsen. Der Nordwestgrat ist zerklüftet und so gibt es ein Auf- und Absteigen am Seil. Wo nötig hat es Bohrhaken und Fixseile die sehr hilfreich sind. Ich bin etwas froh als wir den Gipfel erreichen. In diesem Gelände fühlte ich mich nicht so entspannt, dennoch war die Kletterei mehrheitlich schön.

Der Abstieg war leichter als befürchtet und ich gewann mehr und mehr Vertrauen in mich.

 

Nach einem kühlen Drunk in der Hütte stieg ich mit zwei Bekannten ab bis zur Griesalp. Hier durfte ich mit dem Auto bis Spiez mitfahren. Müde und glücklich über vier wunderbaren Tage bummelte ich mit dem Zug der Heimat entgegen.

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