Maischüpfenspitz / Vanil d'Arpille 2'085m

Endlich hatte ich wieder einmal Zeit um in die Schweizer Berge zu gehen. Das trockene und milde Herbstwetter ermöglichte mir und Saebu eine Besteigung des Maischüpfenspitzes. Der Berg ist allseits sehr steil und bedingt deshalb trockene und gute Verhältnisse.

 

Die breite Südflanke kann überall erstiegen werden. Am einfachsten ist es am rechten Rand entlang des SE-Grates. Der Hang ist steil und so kommen wir schnell in die Höhe. Bald haben wir schon eine schöne Aussicht zu den Gastlosen und hinüber zum Nachbargipfel, dem Schopfenspitz. Dieser wird heute von einer grossen Delegation des CAS-Gruyères besucht.

Wir sind an unserem Berg völlig einsam. Viele Gämsen klettern ringsum und legen die letzten Reserven an.

Auf dem Gipfel ist es etwas zügig und so machen wir uns bald an den Abstieg. Wir wählen den SW-Grat. Hier geht es auch steil hinab und mit einem Gegenanstieg zum Vanil d'Orseire 2'012m.

Von diesem Gipfel steigt man wieder rechts steil ab und kommt an einen kleinen Felskopf. Dieser kann etwas heikel erklettert werden. Danach stellen sich zwei sehr steile Couloirs in den Weg. Wir erkunden die Lage und entschliessen uns für das engere aber weniger steilere. Sorgfältig steigen wir ab..... es gelingt. Nach einem kurzen Gegenanstieg sitzen wir auf dem Pt. 1910 und lassen uns von der warmen Sonne wärmen. Wir machen ausgiebig Pause und bedauern die vielen Menschen unter dem Nebelmeer im Mittelland.....

Von hier gibt's nochmal einen ziemlich steilen Abstieg weglos zurück zu unserem Ausganspunkt.

 

Der Maischüpfenspitz ist ein steiler Geselle und wer sich ihm nähert sollte gute Sohlen haben und einen trockenen Tag wählen. Unsere Route entspricht einem T6/II

 

Route:

Vorder Maischüpfen - SE-Grat - Gipfel - SW- Grat - Vanil d'Orseire - Pt.1910 - Ackerstutz - Vorder Maischüpfen

ca. 6h - 830HM