Gipfelkreuz Blinnenhorn
Gipfelkreuz Blinnenhorn

Bättelmatthorn 3'044m 

Blinnenhorn 3'374m

 

Zwei freie Tage und der Drang in die Berge liessen mich nicht mehr in Ruhe. Stundenlang brütete ich über den Wetterkarten bis ich eine Lösung fand, die einigermassen hoffnungsvoll schien.

Unsere Reise führte über den Grimselpass zum Nufenenpass. Hier machten wir uns auf die Socken und steuerten den Griessee an. Dies war aber bei weitem nicht der einzige See den wir sahen. Das Gebiet ist voll von kleineren und grösseren Seen.

Unser Tagesziel war schon früh sichtbar und thronte über dem Stausee, das Bättelmatthorn. Ich staunte selber, wie der eindrucksvolle Berg so einfach zu besteigen ist. Am Schluss wurde es dann doch noch steil und etwas abschüssig, aber dennoch im Komfortbereich. (T4) Auf dem Gipfel blies uns der Nordwind kräftig um die Ohren, dafür hielt er uns auch die Wolken vom Leibe und wir hatten eine grossartige Aussicht.

 

Nach dem Abstieg steuerten wir den nächsten Stausee an, den Lago del Sabbione. Wir befanden uns nun schon auf italienischem Boden und freuten uns auf eine Übernachtung im Rifugio Claudio e Bruno. Die heimelige Hütte bietet 22 Gästen Platz. Sie liegt am Ende des Sees am Rande des Hohsandgletschers und am Fusse des Blinnenhorns.

Der Abend und die Nacht war gemütlich und wir wurden vom Hüttenwartehepaar richtig verwöhnt.

 

Am nächsten Morgen nach einem 5*- Frühstück stiegen wir dem Blinnenhorn entgegen. Die Wolkengrenze war bald erreicht und wir hofften halt bis zuletzt auf die Gipfelaussicht. Wäre der Gipfel nur 200m höher hätten wir wohl ein riesiges Nebelmeer gesehen. So hatten wir nur für kurze Momente blauen Himmel über uns und dann schwappten die Wolken wieder über uns hinweg.

Der Abstieg auf gleichem Weg war kurzweilig und so sassen wir um 10°°h schon beim Kaffee in der Hütte. Nach dieser Rast stand uns der Rückweg bevor. Vier Stunden über schöne Alpweiden, Geröllflächen und kurvige Moränenrücken waren schnell vorüber. Die letzte halbe Stunde regnete es dann doch noch. Die Tropfen konnten unsere Freude nicht trüben.

Zwei wunderbare Tage in den Bergen mit Erlebnissen, Eindrücken und freundlichen Menschen bleiben in unseren Erinnerungen zurück.