Klettersteig Jegihorn, 3'206m

Zum Abschluss meiner Ferien nahm ich mir einen Tag um in die Höhe zu steigen. Das Jegihorn gluschtete mich schon länger und klettern tut meiner Psyche alleweil gut. Luft unter den Füssen hilft mir das Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Ein Klettersteig ist da gerade richtig.

 

Bei der Ankunft an der Station Kreuzboden hingen die Wolken noch tief und kein Berg zeigte sich weit und breit. Der Nordwind blies aber kräftig und gab sein Bestes.

Nach einer Kaffeepause machte ich mich mit St.Marc de Vercorin auf den Weg. Zuerst führt ein Pfad Richtung Jegihorn. An einer Gabelung müssen wir rechts zum Einstieg vom Klettersteig. Wir machen uns bereit und auf geht's ins Vergnügen.

Der Klettersteig verdient die höchsten Töne des Lobes. Man kann viel Klettern und nur wenig Eisen "versperrt" den Weg. Dort wo ich über den 3.Grad klettern musste war ich dann doch froh um die Hilfsmittel. Sonst aber war es ein riesiger Spass am Fels! Nach dem ersten Drittel hoben sich die Wolken und lösten sich später auf. Nun war der Blick frei auf die umliegende Kulisse und die ist gewaltig. Weissmies und Lagginhorn sind unmittelbar vor der Nase und gegenüber vom Tal glänzte die Mischabelgruppe.

Voller Adrenalin und Glückshormonen stand ich am Gipfel. Ein so schöner Moment für mich. Die Sonnte versüsste unsere Gipfelrast und wir konnten die langen Kolonnen am Weissmies beobachten.

 

Der Abstieg ist ebenso interessant und recht einfach. Zuerst etwas blockig, dann mehr und mehr ein kleines Weglein das stetig nach unten führt. Wir peilten noch die Weissmieshütte an und belohnten unsere Tour mit einem Getränk.

 

Es war ein intensiver und genussvoller Tag. Das Jegihorn kann ich wärmstens empfehlen und werde mit meinen Söhnen eines Tages zurückkehren :-)