Gasteräspitz 2'821m

 

Verschiedene Umstände haben meinen Tatendrang auf die Berge gebremst. Heute konnte ich mich freischaufeln und habe mir den Tag reserviert. Die Liste der Wünsche ist lang...... doch da elektrisierte mich ein Bericht aus einem Forum über den Gasteräspitz. Den hatte ich mir schon oft vorgenommen.... also heute ist er dran!!

 

Der Gipfel trug lange Zeit keinen Namen. Er war kotiert als Pt.2821 am Wildelsigengrat der zum Gipfel vom Balmhorn führt. Zwei ehrenamtliche Hüttenwarte der Balmhornhütte hatten eines Tages eine Idee: Wir stellen auf diesem oft besuchten Punkt ein Gipfelkreuz hin und geben dem Punkt einen Namen. Sie nannten Pt. 2821 fortan Gasteräspitz und 2004 flog ein Heli das selbstgebaute Gipfelkreuz hinauf. Inzwischen hat das  Bundesamt für Landestopografie den Namen sogar übernommen!

 

Der Hüttenweg zur Balmhornhütte wird liebevoll gepflegt und führt steil und abschüssig die Wände hinauf die das Gasteretal umschliessen. Nach zwei Stunden wäre ein Kafi beim Hüttenwart fällig. Der hatte aber in der Nacht vier Anwärter vom Balmhorn geweckt und verköstigt und hat entsprechend ausgeschlafen. So nahm ich mein Znüni alleine auf dem Bänkli und schlich mich von dannen. Der Pfad führt weiterhin steil hinauf. Ab 2400m endet die Alpweide abrupt und der breite Grat wird steinig aber gut begehbar. Das erwähnte Gipfelkreuz thront auf einem Spitz. Von hier hat der Besucher einen fantastischen Tiefblick ins Gasteretal. Auch Hockenhorn und Balmhorn sind eindrücklich nah.

Ich konnte mich kaum losreissen von diesem schönen Gipfel. Schliesslich packte ich meinen Rucksack und stieg den gleichen Weg gemütlich ab. In der Hütte traf ich den Hüttenwart und wir plauderten eine Weile bei Tee und Kaffee :-) Es gab manches zu erzählen......

 

Der Rückweg zurück ins Gasteretal empfing mich mit einer unglaublichen Blumenpracht. Immer wieder blieb ich stehen und bewunderte neue Blumen.

 

So verbrachte ich wieder einmal einen langen und glücklichen Tag in den Bergen. Jetzt, wo Zahlen und Höhen kaum mehr von Bedeutung sind entdecke ich Wegesränder und Begegnungen die mir ungleich mehr zurückgeben. Unbezahlbare Erlebnisse eben!

 

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