Tieralplistock, 3'383m

 

Während viele auf Modegipfel strömen und sich über Rangeleien beklagen, haben wir uns den hübschen Tieralplistock ausgesucht. Ganz alleine durften wir eine herrliche Gipfelrundsicht geniessen.

Noch sind die Berge gut eingeschneit und die ersehnte Offnung der Pässe raubte auch mir den Schlaf.
Wie schon letzte Woche am Fünffingerstock stand ich in der Nacht auf um rechtzeitig am Startort zu stehen. Heute war es der Parkplatz vom Belvédère am Furkapass. Hier herrschte um vier Uhr emsiges Treiben. Viele wollten auf den Galenstock, noch mehr auf den Dammastock.

Der Rhonegletscher gleicht einer Skipiste. Keine Spalten weit und breit, alles tip top verschneit. Zu dritt marschierten wir gemächlich los. Bald bogen die ersten Aspiranten für den Gallenstein rechts ab. Nur zu, wir wollten keine Beschwerden und zogen weiter hinauf auf dem Gletscher. Bald gabs wieder eine Kreuzung. Die Ampel war unter dem Schnee nicht sichtbar und so bogen wir ohne zu blinken links ab Richtung einsamem Tieralplistock. Die Weite des Gletschers und die umliegenden Gipfel bilden eine Arena die sich immer wieder bestaunen lässt. Hinter uns leuchteten die Walliser Viertausender bereits im hellen Morgenlicht.
Die Ameisen am Dammastock verteilten sich, am Galenstock winkten die ganz Schnellen vom Gipfel. Wir hatten es auch bald geschafft und liessen unsere Blicke schweifen. Schnell war mit der Schaufel eine Schneebank gebaut und so machten wir es uns bequem. Herrlich, alleine und bequem mit dem Znüni in der Hand.

Zur Abfahrt gäbe es viel zu sagen, doch man muss sie einfach erleben. Wenn es seitwärts zischt und die Schwünge wie durch weiche Butter ziehen dann ist alles perfekt....

Viel zu schnell war die Tour zu Ende und ein kühles Getränk beim Belvédère rundete alles ab.
Dies war nun endgültig mein Saisonschluss. Fast nahtlos folgen nun die Hochtouren. Es ist einfach schön in unseren Bergen...!!

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