Majinghorn 3'054m

Das Majinghorn stand schon oft auf meiner Wunschliste. Nach Studium von Führer und Berichten schien mir die Sache zu kompliziert oder mühsam und andere Ziele rückten näher.

Ein Bericht der letzten Tage machte mich dann doch gluschtig und eröffnete mir einen Zugang zum Gipfel den ich gar nicht in Betracht gezogen hatte. 

Von der Seilbahnstation Rinderhütte stieg ich zunächst gegen das Torrenthorn auf. Bei Pt. 2562 hielt ich mich dann auf einem schmalen Weg der durch die Nordflanke des Torrenthorns führt. Die Sache sieht ziemlich steinschlägig aus. Später, als die Sonne in die Wand schien hörte ich es dort auch rumpeln.....

Ist man erst mal aus diesem Korridor raus eröffnet sich das Gelände und eine wilde, steinige Szene erfreut das Herz. Einige Steinmänner weisen den Weg, der ist aber klar, denn der Gipfel ist schon lange sichtbar.

 

Am Schluss wird der Aufstieg immer steiler im Schutt und plötzlich ist das Gipfelkreuz dann nah und greifbar. Ein grandioses Wolkenspiel hatte mich schon länger fasziniert und oben auf dem Gipfel war ich der brodelnden Küche ganz nah. 

 

Vom Gipfel war ich schnell in dem Pass bei Pt. 2896 wo man auf den Ferdengletscher hinunter sieht. Hier wäre ein Abstieg wohl nicht möglich.....

Mein Abstieg nach Südosten erwies sich als ziemlich steil aber für's Auge sehr spektakulär. Es geht ziemlich in die Tiefe und unten glitzert der Schwarze See tiefblau. Ein Schneefeld hat mir etwa 100HM als Rutschpartie gedient. Vom See fand ich wieder Wegspuren und später ein Weglein das nun südlich ums Torrenthorn herum führt und mich schliesslich wieder zur Rinderhütte brachte. Unterwegs machte ich noch einen Abstecher zum Gipfel Horlini, 2'452m