Rohrbachstein 2'950m

Vom Skigebiet Montana lässt es sich bequem auf 2900m gondeln. Oben auf dem Glacier de la Plaine Morte eröffnet sich eine Kette von Gipfeln, so dass das Bergsteigerherz unweigerlich schneller schlägt.

Im Januar dieses Jahres stand ich hier mit den Ski mit dem Ziel Rohrbachstein. Leider verschlechterte sich das Wetter sehr rasch, so blieb mir einzig der Sex Rouge als Trostgipfel.

Heute, ein prächtiger Spätsommertag erlebe ich das Gebiet nun als Sommerziel. Wunderbare Gesteinsfarben und Formen prägen die Landschaft. Stellenweise könnte man von einer Mondlandschaft sprechen. Doch viele kleine Pflänzchen behaupten sich in dieser Steinwüste und zeigen, es gibt Leben!!

 

Technisch ist meine Tour nicht schwierig. Schlüsselstelle ist der Gipfelkopf vom Rohrbachstein. Ein rotes Seil hilft dem unsicheren Gast weiter. Kraxelgelände T4. Der Gipfel ist eine tolle Aussichtskanzel und bietet Blicke ins Rhonetal sowie ins Berner Oberland. Herrlich hier zu rasten!

 

Der Weiterweg zurück zur Weisshornlücke ist spannend und nun steige ich zum Weisshorn hinauf. Eine riesige Anlage des Militärs ziert den Gipfel. Die nahe Wildstrubelhütte lockt mich an und hier gibt's einen grossen Kaffee. Ein Genuss der nicht oft auf meinen Wanderungen vorkommt. Ich steige weiter ab zu den Rawilseelein und von da unbarmherzig steil hinauf zum Tierbergsattel. Von da kann ich über einen angenehmen Grat aufsteigen und lande vor dem Gipfelkopf des Tierberggrates. Eine kurze, ausgesetzte Kletterpartie im II Grad führt zum Steinmann. 

Von hier folge ich dem Südwestgrat und besuche noch das Rothorn. Eine Aussichtskanzel hoch über der Iffigenalp. Der Tiefblick ist beeindruckend. In einer Stunde werde ich da unten stehen und hinaufschauen. So sind die Gegensätze dieser Tour. 

 

In Lenk darf ich etwas warten bis der Zug abfährt. Einladend steht eine Vinothek am Bahnhofsplatz. Ein Glas Wein an der Abendsonne ist dann das Tüpfelchen auf dem i.