Rophaien 2'078m

Die Ferien sind vorbei, der harte Alltag wartet.

Heute 1800HM weil wegen des Föhn's die Seilbahnen stillstanden. :-)

 

Ich  hätte es mir ja denken können und die Hoffnung blieb, dass der Föhn noch nicht so stark sein wird. Nix da. Der älteste Urner hustete aus ganzer Kehle. - So wurde aus einer geplanten, langen Überschreitung einzig der Rophaien als Trophäe heimgebracht. 

 

Es ist immer gut einen Plan B zu haben. Der war vorbereitet, aber eben auch happig. Wollte ich heute einen Gipfel erreichen, so war Kondition gefordert. 

Ich nahm es gemütlich und stieg stetig in meinem Tempo. Dennoch war ich überrascht, als ich nach einer Stunde bereits 400HM auf der Uhr hatte. So ging es dann auch weiter und so war ich viel schneller am Gipfel als gedacht. Aber die Überschreitung verwarf ich. Der Wind war auf dem Grat recht heftig und ich wollte mir diesen Leckerbissen für ein ander Mal aufheben. - So nahm ich mir Zeit zum Fotografieren und staunen. Die Herbstfarben sind wahrlich eine Pracht. Besonders das Gras hat eine schöne, braune Farbe angenommen. Natürlich auch die klare Fernsicht. 

Im Abstieg begegnete ich dem einzigen Berggänger dieses Tages. Wir plauderten. Auch er hatte den gleichen Plan und begnügte sich ebenso mit dem heutigen Gipfel. Schön, gleichgesinnte zu Treffen. 

 

Zurück in Flüelen reizte mich die Fahrt nach Luzern mit dem Schiff. Aber drei Stunden darauf zu verbringen war mir doch zu lange. So entschied ich mich für die schnelle Variante der SBB. 

 

Bei Föhnwind zu wandern ist immer wieder interessant. Meist findet man am Berg nur noch die hartgesottenen und am Gipfel hält sich niemand lange auf. Dennoch bietet die Wetterlage eine schöne Tour bei Sonne, während es im Mittelland grau und trüb ist.

 

Route:

Flüelen - Ober Axen - Ob Frimseli - Blutt Stöckli 1884m - Rophaien - retour

1800HM / 6h / T3+