Regenflüeli 1'582m

Gemäss Lawinenbulletin blieb mir nur eine kleine geographische Wahl. Rund um den Pilatus war "mässig" angesagt. Hier wütete aber auch der Föhn ordentlich und so machte ich mich auf ein Peeling gefasst.

 

Der Aufstieg von Eigenthal Richtung Regenflüeli war anfangs gemütlich. Durch einen steilen Wald aufwärts. Es war ruhig und angenehm warm.

Kaum war der schützende Wald verlassen ging der Kampf los. Heftiger Wind blies den Schnee kiloweise umher. An Höhe gewinnend kämpfte ich immer mehr um einen sicheren Stand.

Am Gipfel angekommen fürchtete ich, über die Kante in die Tiefe gerissen zu werden. Kniend hielt ich mich am Gipfelkreuz fest. Als mir der Wind aber auch noch die Brille entreissen wollte, zog ich mich zurück. So heftigen Wind habe ich noch nie erlebt. Eindrücklich.

So hielt ich mich stets ein paar Meter unter der Gratkante und war mir so sicher, dass ich zumindest nicht einen Freiflug gewinne. 

Auf dem Studberg, 1'603m brüllte der Wind derart in den Tannen, dass ein Flugzeug geradezu leise ist. Nichts von besinnlicher Stille und Vogelgezwitscher. - Wo waren die eigentlich?

Kurz nach dem Gipfel machte ich eine interessante Entdeckung. Nur etwa einen Meter unter der Gratkante war es windstill, während der Wind über mich pfiff. Hier an der Sonne konnte ich gemütlich rasten. Aber kaum stand ich auf, wollte mir die Mütze wegfliegen.

 

Weiter über Ochs, 1'595m und Hüenerhubel, 1'577m kam ich an weniger windexponierte Plätze. Das laue Lüftchen offenbarte die Wärme, die eigentlich herrschte. Schnell verschwand die Jacke im Rucksack.

Der Rückweg wurde dann doch noch beschaulich und ich konnte mir von der Ferne die Windfahnen anschauen. 

Eine eindrückliche Tour mit Erlebnissen die ich nicht jedes Mal machen möchte. Trotzdem war's interessant!

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