Stockhorn 3'532m - Gornergrat

Diese Tour hat sich tief in meine Seele eingeprägt!

Es ist nichts passiert, keine Angst. - Es war eine ausserordentlich intensive, aussichtsreiche und einsame Tour. Sie ist eine der Höhepunkte dieses Sommers!

 

Wieder einmal habe ich bei meinem Kameraden Omega3 abgeschaut. - Er ist Meister von schönen Kombinationen.

 

Start zu Fuss ist die Station Rotenboden der Gornergratbahn. Ich begebe mich auf den Hüttenweg der Monte Rosa Hütte. Bereits hier begegne ich niemandem und es blieb so bis zum Gornergrat. Bei Pt.2649 verlasse ich den Weg und nun geht es weglos einen endlos langen Hang querend Richtung Stockchnubel. Der ist weit hinten sichtbar. Das Gelände ist mässig steil, jedoch mit Schutt und Geröll übersät. Da komme ich nur langsam vorwärts.

Auf dem besagten Chnubel mache ich Pause. Herrliche Aussicht und hinter mir das nächste Ziel. Ab hier gilt es die Karte aufmerksam zu studieren. Das kleine Tälchen "Breitwang" führt zum ersehnten Ziel. Dieses muss ich jedoch zuerst finden, respektive den Eingang. Im eintönigen Geröll erkenne ich den Durchschlupf. Hier tummeln sich ein paar Steingeissen. Sie sind kaum scheu und beobachten mich aufmerksam, jedoch ohne zu flüchten.

Nun kämpfe ich mich das steile Tälchen hinauf. Loser Schutt und viel Geröll vermindern ein Vorwärtskommen. Endlich erreiche ich kurz unter dem Gipfel den Schneegrat. Noch einige Schritte und ich stehe auf diesem aussichtsreichen und imposanten Gipfel. Was für eine Genugtuung und Freude!!

 

Trotz des Windes geniesse ich diesen Höhepunkt. Danach ist es ein Wandern auf dem Firngrat der mich Richtung Gornergrat führt. Unterwegs erreiche ich die Gipfel Rote Nase und Hohtälli. Dieser Abschnitt ist felsig und mit grossen Felsblöcken garniert. Anfangs muss ich mir den Weg suchen und so kommen die Hände zum Einsatz. Es ist jedoch keine grosse Kletterei, ab und zu etwas ausgesetzt. 

 

Schliesslich erreiche ich den Gornergrat wo ich nach der Stille und Einsamkeit schlagartig in Touristenrummel eintauche. Sehr viele Menschen erfreuen sich an der Aussicht und viele schlagen sich auch die Bäuche voll im Restaurant. So geniesst jeder auf seine Weise diesen Ausflug.

 

Schnell bin ich einige Meter unterhalb wieder alleine. Nun wandere ich auf weichen Wiesen dem letzten Gipfel, der Gugle entgegen. Ein Aussichtspunkt der mir einen herrlichen Ausblick ins Mattertal gewährt. Danach steige ich steil und weglos zur Station Riffelalp ab. Hier warte ich auf die Bahn die mich wieder nach Zermatt führt.

 

Die Aussicht auf die grandiosen und höchsten Berge der Schweiz, die Einsamkeit und Stille haben mich tief berührt. Die weglosen Abschnitte mit dem Karten- und Geländestudium haben mir auch sehr gut gefallen. Und ich habe einen höheren Dreitausender besucht der abseits der Ströme liegt.

 

1'180HM - 8h - 16,5km - T4