La Luette 3'548m

Vor einem Jahr besuchte ich mit meinem Bergkameraden Alex den Mont Blanc de Cheilon. Am dritten Tag wollten wir noch auf die La Luette steigen, doch die drohenden Gewitter hielten uns davon ab.

Heute durfte ich dafür ein schönes Wochenende mit meiner Frau in dieser Gegend verbringen und diesen einfach und schönen Gipfel ersteigen.

 

Am Anreisetag beglückte uns warmes Sommerwetter und blauer Himmel. Herrlich in dieser glitzernden Gletscherwelt zu wandern. Die "Ziegenleiter" war natürlich der Höhepunkt der Anreise. Aber auch der Aufenthalt in der Cabane des Dix war sehr angenehm. Vier aufgestellte Leute haben uns verwöhnt und der Gegend entsprechend mit Apèro vor dem Essen überrascht. Natürlich Fendant, was gut für Leib und die Seele ist.

Nach dem guten Essen legten wir uns bald in die Federn, denn um vier Uhr sollte der Hanhn krähen.

 

Überraschung am Morgen. Der Blick nach draussen zeigte Wolken. Prompt fing es schon um halb fünf beim Abmarsch leicht zu schneien. Wir liefen als erste los und liessen uns nicht entmutigen. Nach einer Stunde auf dem Gletscher schneite und graupelte es und wir diskutierten. Ach komm, es ist Training, wir geben nicht auf. Einfach weitergehen. 

Am Gipfelgrat angekommen erwarteten uns Wolken die den Gipfel einhüllten. Leise Enttäuschung in mir. Keine Sonne, keine Sicht, alles grau. Dennoch, der Grat war der Leckerbissen für mich und für meinen Schatz eine kleine Herausforderung die sie am kurzen Seil souverän meisterte. Bravo!!

So standen wir alleine und glücklich am Gipfel und nur kurze Augenblicke gewährten einen Blick nach unten zur Hütte. Trotzdem, das Erlebnis war gross und die Freude natürlich noch grösser über unseren Entscheid nicht umzukehren. 

Der Abstieg war kurz und schmerzlos. Nur der aufgeweichte Schnee auf dem Gletscher zwang uns manchmal aus den hüfthohen Löchern herauszukriechen. Wir nahmen es lustig und erheitert zur Kenntnis.

 

Nach einer Pause in der Hütte machten wir uns auf den Heimweg Richtung Stausee der Dixence. Mein Schatz wollte sich dieses Bauwunder gerne ansehen. Vergnügt und und plaudernd meisterten wir auch diese lange Wanderung bis zum Stausee. Hier erwartete uns auf den letzten Metern der Regen, wie schon letztes Jahr mit Alex. 

Diesmal aber erlöste uns ein Autofahrer vom Warten auf den Bus und wir durften bis Sion mitfahren und gewannen so Zeit. Diese durften wir dann beim feinen Znacht mit meinen Eltern im Garten geniessen.

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auf der Leiter.....
MVI_4917.mov
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