Pigne d'Arolla 3'790m

Nach einer langen Pause war es endlich wieder soweit. Mit meiner Frau plante ich eine zweitägige Tour auf die Pigne d'Arolla.

Den Gipfel haben wir letztes Jahr von Arolla aus bestaunt und ich wusste, dass der Aufstieg für sie gut geeignet ist. Eine technisch einfache Tour. Darum wagte ich auch den Versuch, den Berg mit Schneeschuhen zu begehen. In einer Gegend wo die Haute Route Karawanen mit ihren Skis vorbeiziehen waren wir die absoluten Exoten. Ja klar, warum denn nicht, wenn mein Schatz das Skifahren nie lernen durfte?!

Der Aufstieg zur Cabane des Vignettes zog sich in die Länge und es war ordentlich warm. Ich spürte meine Beine. Die lange Pause hatte Folgen. Bei Kaffee und Kuchen erholten wir uns in der schönen Hütte aber schnell und genossen den Nachmittag mit der Aussicht.

Am nächsten Morgen starteten wir mit vielen anderen Skitourern. An unseren Füssen montierten wir die Steigeisen und seilten uns an. Der harte Schnee erlaubte uns eine schöne, klassische Hochtour. In der ersten Steilstufe nach der Hütte hatten denn auch etliche Ski bewehrte Leute Mühe. Eine Person rutschte etwa 20 Meter den steilen Hang hinunter, weil sie die Harscheisen im Rucksack hatte......

Unser Aufstieg gelang uns mühelos und es war ein grosser Genuss emporzusteigen. Bald wurde das Gelände flacher und wir empfingen die aufgehende Sonne mit Freude. 

Nach etwas mehr als zwei Stunden standen wir alleine auf dem Gipfel. Was für eine riesengrosse Freude und auch ein gewisser Stolz. Ich durfte meine Liebste auf diesen Gipfel führen. Die Sicht rund um uns herum war einfach grandios. So viele Berge überall, die Stille und das Glück hier zu stehen. Freudentränen!!

Weil es aber doch kalt war und der Wind ungemütlich blies, suchten wir uns etwas weiter unten ein warmes Plätzchen. Danach erreichten wir die Hütte innert einer Stunde.

Von der Hütte ins Tal wurde es dann immer wärmer und die Zunge klebte am Gaumen. Die letzten 300HM waren wir dann wieder froh um die Schneeschuhe. Der Schnee wurde so weich, dass wir immer mehr einsanken. So erreichten wir kurz nach dem Mittag Arolla und siehe da, der erste Autofahrer nahm uns mit nach Sion zum Bahnhof. 

Eine unvergessliche Tour von der wir noch lange zehren werden.